Ab Markus 11,27 gibt Jesus Zeugnis von sich und der Quelle seiner Vollmacht – Seine Vollmacht kommt vom gleichen Ort, von dem auch die Taufe des Johannes kam. Jesus antwortet hier indirekt durch eine Gegenfrage und umgeht so etwas sagen zu müssen, was den Pharisäern nach ihrem (falschen) Verständnis erlaubt hätte, Jesus sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Letztendlich gelten Jesu Worte aber wohl vor allem den Gläubigen und damit auch uns.

  • Erkennen wir die Quelle der Vollmacht des Herrn, und sind wir bereit Ihm zu folgen?
  • Wahren wir nur den äußeren Schein oder streben wir danach Frucht zu bringen?
  • Vertrauen wir darauf, dass Gott unsere Gebete hört und uns helfen wird, alle Widerstände aus dem Weg zu räumen, die unserem geistlichen Wachstum im Wege stehen?

Hier sollten wir sicherlich zuerst an Sünden denken, die uns immer wieder zurückwerfen. Gott kann uns da von unserer Schwachheit befreien und uns den Sieg über diese Sünden geben, so dass wir sie wie Berge ins Meer werfen können!

  • Unser Gott ist mächtig und Er ist für uns, wenn wir Ihm als unserem König und Herrn folgen!

Nachdem Jesus schon ab Kapitel 11,27 in direktem Konflikt mit den Schriftgelehrten in Jerusalem stand und sich mit ihren Fragen konfrontiert sah, sehen wir in Kapitel 12 gleich eine ganze Reihe an weiteren Konfrontationen. Vor einer ganzen Reihe von Fragen, mit denen Jesus konfrontiert wird und mit denen er dazu gebracht werden soll etwas zu sagen, das ihn in Schwierigkeiten bringen würde, ergreift Jesus zu Beginn selbst die Initiative.

Durch das Gleichnis von den bösen Weingärtnern lehrt Jesus dabei über sich selbst und über die Herzenshaltung seiner Feinde. Jesus scheut sich nicht, die wahre Herzenshaltung seiner jüdischen Zuhörer direkt anzusprechen. Er macht deutlich, dass die, die die Propheten missachtet und getötet haben, eben auch den Sohn Gottes töten werden. Die Konsequenz wird sein, dass der Vater den Weinberg (die Teilhabe am Reich Gottes) denen nehmen wird, die bisher scheinbar Sein Volk waren und es Anderen geben wird.

  • Hier deutet Jesus an, dass das Himmelreich auch für Heiden sein wird.

Interessant ist, dass seine Zuhörer offenbar mehr oder minder deutlich verstehen, was Jesus ihnen durch dieses Gleichnis sagen will. Aber statt Buße sehen wir hier nun Eskalation.

  • Die Kernlehre für uns ist natürlich die, dass wir erkennen sollen, wer Jesus ist. Aber ich denke, dass wir auch fragen dürfen, ob wir den ersten Boten (den Propheten) Beachtung schenken oder ob wir sie dadurch ablehnen, dass wir sie ignorieren. Es ist gut zu bedenken, dass auch sie von Gott gesandt waren, und ihre Botschaft auch für uns heute noch von Bedeutung ist.