Mit Kapitel 11 beginnt der Bericht von der letzten Woche im Leben Jesu bis zum Tod und der Auferstehung des Herrn. Zu Beginn lesen wir von Jesu triumphalem in Jerusalem.

Jesus wird hier als Sohn Davids verehrt und besichtigt dann den Tempel. Das liest sich fast ein wenig so, als wenn hier der neue Regent kommt und dann aber eben nicht den Königspalast besichtigt, sondern den Ort, der für ihn viel passender ist – den Tempel. Und genau so ist es ja auch. Jesus ist der König und Hohepriester. Gleichzeitig ist er aber eben auch der dienende Retter und das Opferlamm – was in den nächsten Kapiteln dann auch noch sehr deutlich werden wird.

Der Feigenbaum wird dann von Jesus symbolisch gebraucht, um über Israel und den Tempel zu lehren. Der Baum sieht imposant aus, so als ob er Früchte tragen müsste – doch näher besehen zeigt sich, dass da keine Frucht ist. Deshalb ist dieser Baum wertlos und wird von Jesus verflucht. Das sollte als Warnung verstanden werden.

Ganz ähnlich wie der Baum, ist es mit den Juden und ihrem Tempel – er sieht alles ganz toll aus und doch ist da keine Frucht und deshalb werden die fruchtlosen Gläubigen verworfen und der Tempel letztendlich zerstört. Das Gericht über den Tempel deutet Jesus dann durch seine Tempelreinigung an. Im Zusammenhang mit dem verfluchten Feigenbaum und dem Gericht über Israel / den Tempel kommt dann auch die Aussage, dass Gläubige im Gebet Berge versetzen können.

  • Es geht hier also nicht darum, dass wir beliebig Dinge tun können und Gott uns alles ermöglicht, wonach uns der Sinn steht, sondern darum, dass wir mit Gottes Hilfe alles aus dem Weg räumen können, was wahrem Wachstum im Wege steht und uns daran hindert, Frucht zu bringen.

In Markus 14,3-9 lesen wir davon, dass Jesus gesalbt und so auf seinen Tod vorbereitet werden. Doch die Jünger verstehen das nicht und so gibt es Widerstand gegen die Salbung. Aber natürlich gibt es auch noch andere Gründe dafür, warum die Leute, die sich scheinbar um die Armen sorgen, die Frau anklagen, weil sie Ihr Geld für die falschen Dinge ausgegeben hat. Das wirft ja die Frage auf, ob diese Leute ihr Vermögen für die Armen gegeben hätten? Noch dazu verkennen sie, dass die Frau genau das Richtige tut, indem sie Jesus salbt.

  • Dabei wird auch deutlich, dass Menschen schnell dabei sein können, über andere zu urteilen, und ihre Motive dabei nicht unbedingt so gut sein mögen, wie sie behaupten.
  • Wir sollten unsere Liebe für Jesus dadurch offenbaren, dass wir uns in Seinem Auftrag um die Armen kümmern und Ihm auch ansonsten gehorsam sind. Dabei sollten wir uns aber immer wieder hinterfragen, ob wir das aus Dankbarkeit tun, oder ob wir meinen, uns dadurch etwas zu verdienen. Das wäre dann ja auch schon wieder ein Ausdruck der Geringschätzung des Evangeliums.