Ab Johannes 12,37 lesen wir Worte über den Unglauben des Volkes: „Joh 12:37-40 37 Und obwohl er solche Zeichen vor ihren Augen tat, glaubten sie doch nicht an ihn, 38 damit erfüllt werde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagte: »Herr, wer glaubt unserm Predigen? Und wem ist der Arm des Herrn offenbart?« 39 Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja hat wiederum gesagt : 40 »Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen helfe.«“
Hier klingt in negativer Form durch, dass der Glaube ein Geschenk Gottes ist und es eben Menschen nicht unbedingt möglich ist, zu Glauben. Das ist natürlich keine „physische“ Unfähigkeit, sondern ein moralisches Problem. Ohne Gottes Eingreifen wollen Menschen nicht glauben. Dafür bleibt der Mensch voll und ganz verantwortlich. (siehe z.B. 12,47f)
Gleichzeitig ist der Unglaube einiger Menschen der Weg über den Gott dann seine Ziele erreicht.
- So war der Unglaube der Menschen in Jerusalem ja in gewisser Weise notwendig, damit Jesus am Kreuz für unsere Sünden sterben würde.
- Und der Unglaube vieler Juden führte später dazu, dass sich der christliche Glaube weit über Jerusalem heraus ausbreitete (Apg 8,1ff // Röm 11).
Und doch ruft Jesus uns zum Glauben, denn das ist das Ziel seines Werkes, wie er selber erklärt: „Joh 12:46 Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.“
Dabei ist Jesus der Retter, weil er Gott ist – genau das erklärt Jesus in Vers 44f: „Joh 12:44-45 Jesus aber rief: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. 45 Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.“