Jetzt nimmt Jesus das kommende Gericht in den Blick. Er ermahnt dazu, Heuchelei zu meiden, sich furchtlos zu Gott zu bekennen, er warnt vor Habgier und vor einem Mangel an Gottvertrauen, das sich durch viele Sorgen offenbart.
Stattdessen sollten wir wachsam und bereit sein, denn der HERR wird wiederkommen. In dieser Wartezeit werden wir erleben, wie sich Menschen gegen uns stellen. Aber wir sollen besonnen bleiben, die Zeichen der Zeit erkennen und darum wissen, dass die Wartezeit irgendwann ein Ende haben wird. Bis dahin sollen wir nicht passiv sein, sondern Frucht bringen, denn das ist ein Merkmal wahrer Christen.
- Ich wünsche uns, dass wir nie aus dem Blick verlieren, dass der HERR kommen wird, sondern IHM in freudiger Erwartung entgegen gehen.
Die ersten 5 Verse sind ein hilfreiches Korrektiv gegen Aussagen, dass jede Katastrophe Gottes Strafe für bestimmte Sünden sei. Jesus betont hier die universelle Schuld aller Menschen und das uns allen drohende Gericht. Und er zeigt den einen Ausweg auf: Umkehr und Glaube!
- Ich bin mir sicher, dass eine solche Verkündigung im Sinne des allgemein drohenden Gerichts im Angesicht einer Katastrophe heute politisch inkorrekt wäre.
- Und doch ist es durchaus biblisch, Menschen zu verdeutlichen, dass uns ohne Umkehr etwas Schlimmeres droht als selbst die größten Katastrophen auf Erden.
- Und schließlich sollten wir bedenken, dass zwar noch nie ein „Unschuldiger“ gestorben ist (außer Jesus), doch dass diejenigen, die tragisch zu Tode kommen deswegen keine schlimmeren Sünder sind. Sie sind einfach nur anders und ggf früher gestorben als alle anderen Menschen.
Ab Vers 6 lehrt Jesus dann durch ein Gleichnis, dass die Zeit zur Buße und zum Fruchtbringen begrenzt ist. Eines Tages wird Gottes Geduld ein Ende haben und dann kommt das Gericht.
Schließlich lesen wir den Bericht, von der Heilung einer Frau am Sabbat, was dazu führt, dass sich der Synagogenvorsteher Jesus feindlich gesinnt gegenüberstellt und darauf folgend zwei Gleichnisse, durch die Jesus betont, dass nicht jeder beim Vater ankommen wird.
- Diese Warnung sollte uns dazu bringen, uns selber zu prüfen … und anderen mutig weiter das Evangelium zu verkünden