Der Epheserbrief beginnt – nach einem kurzen Gruß – mit einem wunderbaren Lobpreis Gottes. Dabei beschreibt Paulus das souveräne Wirken Gottes und seinen Plan, in den er seine Erwählten einbezogen hat.
Was Paulus hier lehrt, wird manchmal Calvinismus genannt … aber das ist natürlich absurd … er müsste man sagen, dass Calvin und Luther und viele andere einfach das gelehrt haben, was Gottes Wort lehrt …. Erwählung und Prädestination sind keine theologischen Kampfbegriffe, sondern biblische Worte, die unsere Herzen höherschlagen lassen sollten.
Wenn ich meine eigene Schwachheit sehe und meine Sündhaftigkeit, dann kann ich den Herrn nur loben und preisen, dass ER mich vor Grundlegung der Welt (und damit völlig unabhängig davon wer ich bin oder was ich tue) erwählt hat und mich dazu vorherbestimmt hat, sein Kind zu sein.
Konkret betont Paulus über Gottes Werk für uns Christen:
- Er hat uns gesegnet mit allem geistlichen Segen
- ER hat uns in Christus vor Grundleung der Welt erwählt, damit wir ein untadeliges Leben führen.
- Er hat uns dazu vorherbestimmt, sein Kinder zu sein
- In IHM haben wir die Erlösung
- ER hat uns wissen lassen, das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss
- In IHM sind wir als Erben eingesetzt
- In IHM sind wir versiegelt mit dem Heiligen Geist.
Das entlässt mich nicht aus meiner Verantwortung zu einem Gott-gefälligen Leben – ganz im Gegenteil, es setzt mich dazu frei. Gott befähigt seine Kinder durch seinen Geist zum Lob seiner herrlichen Gnade zu leben. Das ist das Echo in den Versen 6,12, 14 … lasst uns so leben, damit wir etwas seien zum Lob Seiner Herrlichkeit!
Nach all diesen großartigen Wahrheiten betet Paulus für die Epheser – und dieses Gebet ist ein Gebet, dass wir auch für uns beten dürfen.
Paulus betet, dass Gott den Ephesern noch mehr Erkenntnis schenkt, damit diese immer mehr verstehen, wie groß Gottes Kraft ist, die in ihnen wirkt.
- Genau das wünsche ich uns allen!